ABC-Battles auf der Blutenburg

Das Gymnasium Penzberg in der Schreibwerkstatt der IJB

Voller Erwartung macht sich das W-Seminar „Kreativ Schreiben“ an einem Märzmorgen auf den Weg nach München zum Schloss Blutenburg, dem Sitz der Internationalen Jugendbibliothek. Hier befindet sich mit 600 000 Exemplaren die weltweit größte Bibliothek für Kinder- und Jugendliteratur.P1030451
Nach einer kurzen Begrüßungsrunde und einer Einführung durch Frau Beate Schäfer, die den Workshop leitet, geht es dann auch schon mit Aufgaben los, die die eigene Kreativität anregen sollen. So sollen wir beispielsweise, fast ohne den Stift abzusetzen, drauflosschreiben. Diese Übung dient dazu, dass man nicht immer nur nach dem perfekten Thema sucht, worüber man schreiben könnte, sondern auch die banalen Dinge, also was man sieht oder worüber man in diesem Moment nachdenkt, formuliert. Die nächste Aktion, die allen Spaß macht, besteht im Niederschreiben von drei Geschichten, von denen zwei wahr sind und eine lediglich ausgedacht ist. Am Ende müssen wir raten,welche der Geschichten wohl falsch ist – was man da nicht alles über seine Mitschüler lernt! Weiterlesen

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Wort vor Ort

10c des Sophie-Scholl-Gymnasiums bei der Lesung von Aya Cissoko am 17.07.2018 auf Schloss Blutenburg

Die Klasse 10c hat am Dienstag, dem 17. Juli 2018, am „White Ravens Festival“ der IJB teilgenommen. Alle zwei Jahre findet das Festival internationaler Jugendliteratur auf Schloss Blutenburg statt. Die ehemalige Profiboxerin und Schriftstellerin Aya Cissoko ist als Vertreterin für französischsprachige Literatur gekommen. Sie hat im kleinen Kreis ihren neuen Roman „N’Ba“, der den deutschen Titel „Ma“ trägt, vorgestellt. Im Mittelpunkt des Romans steht die Mutter Aya Cissokos, die in den 70’er Jahren ihrem Ehemann folgt, der aus Mali nach Frankreich eingewandert ist. Aya Cissoko setzt mit diesem Roman nicht nur ihrer Mutter, sondern allen Frauen ein Denkmal, die in der Öffentlichkeit wenig Beachtung erhalten und doch mit ihrem Mut und ihrer Würde die wahren Heldinnen des Alltags sind.

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© Birgit  Bresoli

Die Schülerinnen werden die Lesung der temperamentvollen und warmherzigen Autorin noch lange im Gedächtnis behalten, nicht zuletzt durch das gemeinsame Vorlesen von Textstellen (siehe Foto: Aya Cissoko und Cera aus der 10c) und den intensiven Gedankenaustausch in französischer Sprache.

Birgit Bresoli

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Von Lesungen und Bergebasteln: Ein Rückblick auf’s White Ravens Festival 2018

Vom 14. bis zum 19.Juli 2018 fand auf dem Gelände Schloss Blutenburg  das White Ravens Festival statt. Der weiße Rabe steht für etwas Seltenes, etwas Besonderes, für Unabhängigkeit. Genau wie dieses Literaturfestival, da es nur alle zwei Jahre stattfindet. Die Internationale Jugendbibliothek begrüßte dieses  Jahr 13 Autoren aus elf verschiedenen Ländern, die Lesungen für Klein und Groß hielten. Weiterlesen

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Wie Wünsche wahr werden

Die Kritiker Society des Kurt-Huber-Gymnasiums ließ sich von Sally Nicholls Roman „Wie man unsterblich wird“ zu einem Film inspirieren. 

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Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten

Persönliche Eindrücke vom White Ravens Festival 2018

Zusammen mit zwei Realschulklassen nahm ich Montagmittag an der Lesung der gerade mal 20-Jährigen Studentin teil, die aus ihrem ersten Buch und Jugendroman „Was wir dachten, was wir taten“ vorlas. Das Buch handelt von einem Amoklauf an einer Schule und wie die Extremsituation sowohl Lehrer als auch Schüler an ihre Grenzen bringt.

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© Stiftung Internationale Jugendbibliothek

Beim Vorlesen schlüpfte sie sehr authentisch in jede der drei Erzählerrollen, hatte für jeden der Charaktere eine eigene Stimme und ein eigenes Auftreten. Sie beendete die Lesung mit einem Cliffhanger, was für alle Anwesenden, die das Buch noch nicht gelesen haben, sehr zum Weiterlesen animierte. Besonders beeindruckt war ich auch von Lea-Linas Auftreten auf der Bühne, auf der sie neben dem Vorlesen auch sehr souverän von der Enstehungsgeschichte des Buches erzählte und Publikumsfragen beantwortete.

In den 1 1/2 Stunden führte sie außerdem zusammen mit dem Publikum ein kleines, aber sehr spannendes Experiment durch: Alle im Raum mussten ihre Augen schließen und nur diejenigen, die gerne Geschichten schrieben, durften die Augen wieder öffnen. Besonders für die zwei Klassen war es  interessant, sich – vielleicht zum ersten Mal – als „Gleichgesinnte“ zu erkennen.

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 © Stiftung Internationale Jugendbibliothek

Die Realschule aus Vaterstetten hat außerdem den im Rahmen ihres Praxisseminares entstandenen Filmtrailer zum als Schullektüre gelesenen Buch von Lea-Lina gezeigt. Die Autorin war davon so begeistert, dass sie ihn gleich zugeschickt bekommen wollte – „als Inspiration für die Verfilmung ihres Buches“, die zwar noch nicht geplant ist, für die sie jedoch bereits die Filmrechte verkauft hat.

Zusammenfassend war die Lesung von „Was wir dachten, was wir taten“ spannend und fesselnd, Lea-Lina Oppermann ist eine sehr vielversprechende junge Autorin, die durch ihr angenehmes Auftreten die Lesung zu einem besonderen Erlebnis machte.

Von Magdalena Bayer

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 © Stiftung Internationale Jugendbibliothek

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Geheimnisvolle rote Schuhe: Neues aus der Autorenwerkstatt

Rote Mädchenschuhe, die mitten am belebten Newski-Prospekt in St. Petersburg auf einem Pfeiler stehen – und keiner weiß, wem sie gehören und warum sie dort stehen.

Das Foto dieser roten Schuhe diente in der Autorenwerkstatt schon mehrfach als Schreibanregung. Jetzt hat sich auch die dritte Gruppe junger Autorinnen und Autoren daran versucht.

Rote Schuhe

© Beate Schäfer

Was den einen zu einer bedrückend intensiven Geschichte über Sowjetzeiten inspirierte, in denen manche Arten von Musik und Tanz strikt verboten waren, führte die andere zu einer Art russischem Märchen.  Es entstanden Geschichten, in denen die roten Schuhe zu klein geworden und die Königskronen längst verrostet sind, Geschichten über die unüberwindliche Trauer um eine verstorbene Katze, Geschichten über Versprechen, die schwer zu halten sind.

Lisa Brendel schrieb eine Skizze über ein kleines Mädchen am Meer – ein Mädchen mit roten Schuhen. Ihren Text stellen wir hier zum Nachlesen online.

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Perspektivenwechsel in der Autorenwerkstatt

Vor einer Weile haben wir in der Werkstatt für junge Autoren und Autorinnen über Fahrstuhlbegegnungen geschrieben – kurz treffen sich Leute und wissen nichts voneinander. Und doch passiert manchmal viel zwischen diesen Menschen.

Die Schreibaufgabe hält eine Überraschung bereit: Alle schreiben den ersten Text, ohne zu wissen, dass sie in einem zweiten Text die Perspektive wechseln werden, dass nun die zweite Person die erste anschaut.

In den beiden kurzen Geschichten von Magdalena Siebers begegnen sich ein junges Mädchen und ein alter Mann. Magdalena nimmt uns dabei mit auf eine atmosphärisch dichte Reise, die auch in die Vergangenheit führt.

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Fränggische Lüch’ng’schichde aus der Autorenwerkstatt

Es wird viel gelacht bei den Treffen der Werkstatt für junge Autorinnen und Autoren – zugleich fragen wir uns manchmal, warum es eher selten richtig lustige Geschichten gibt. Der Text über das Lügen, den Luis Kirchner geschrieben hat, gehört ganz sicher dazu, und die einhellige Meinung in der Runde war: Er soll unbedingt in den Blog. Hier ist er also. Aber Achtung, er ist auf Fränkisch geschrieben!            

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Lügengeschichten aus der Autorenwerkstatt

Moralisch gesehen ist Lügen nichts Gutes, da sind sich die meisten Leute einig. Fürs Schreiben sind Lügen aber ergiebig und interessant. Da ist ihre Verwandtschaft mit dem Erfinden und Geschichtenerzählen – sie befreien vom Diktat des Realen und Vorhandenen, machen hellhörig für andere Wahrheiten und öffnen Räume. Außerdem sind sie ein interessantes Schreibthema.

In der Werkstatt für junge Autorinnen und Autoren diente ein Zitat des französischen Schriftstellers Edouard Louis als Schreibimpuls: „Lügen haben mich mehr als nur einmal gerettet. Wenn ich recht überlege, waren viele Momente der Freiheit in meinem Leben solche, in denen ich habe lügen können.“

Eine der Geschichten, die auf diesen Impuls hin entstanden sind, ist „Alltagslügen“ von Fiona Fischer. Ob die Art, wie in Fionas Dialog gelogen wird, befreiend oder beklemmend wirkt? Das mag jeder Leser und jede Leserin selbst entscheiden.

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Die Autorenwerkstatt stellt sich Übersetzungsrätseln

Jeder in der Autorenwerkstatt der Internationalen Jugendbibliothek hat eine individuelle Stimme. Claras Texte sind blau, das ist so eine Stimmung beim Lesen, und sie schreibt allermeist auf Englisch.

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© Beate Schäfer

Grund genug für die Runde junger Autorinnen und Autoren, sich näher mit dem literarischen Übersetzen zu befassen – als der vielleicht genauesten Art des Lesens und Hinhörens auf die Klangfarbe eines Textes.

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