Kostbares Gedankengut

Schreiben gibt Halt in Zeiten der Pandemie. Texte aus der Werkstatt für junge Nachwuchsautor:innen.

Über ein Jahr Ausnahmezustand, über ein Jahr Treffen auf Zoom, ausnahmsweise auch mal im Park oder mit Maske und Abstand. Die vierte Schreibwerkstatt-Gruppe hatte eben erst richtig zusammengefunden, da wurde sie schon ziemlich durcheinandergewirbelt. 

Mein Eindruck als Werkstattleiterin: Es hat uns nicht geschadet, der Zusammenhalt wurde eher noch größer, die Treffen noch bedeutsamer. Denn Schreiben gibt auch und gerade in holprigen Zeiten Halt, wirbelt den Kopf durch, erfrischt und schafft Neues.

Was bedeutet mir das Schreiben, in dieser Zeit und überhaupt? Diese Frage haben wir uns in der Runde gestellt – eine erste Antwort kommt von Milena, weitere Stimmen aus der Runde sollen folgen.

                                                                                                                      Beate Schäfer

(c) Milena Hofmeister
(c) Milena Hofmeister

Achtung, kostbares Gedankengut

von Milena Hofmeister

Manche Gedanken möchte ich nicht denken.
Sie nehmen zu viel Platz in meinem Kopf ein und blähen sich auf, bis meinem Gehirn die Luft zum Atmen fehlt. Oder sie führen mich weiter und weiter, bis ich in einer Sackgasse lande und nicht mehr weiß, wie ich dem Labyrinth entkommen kann. Dann schreibe ich die Gedanken auf. Als Collage aus Wörtern, als fiktive Geschichte, als realer Bericht meines Inneren. Danach fühle ich mich besser. Leichter. Freier.

Schreiben befreit. Schreiben befreit von Gesetzen und Regeln, von Erwartungen und Vorstellungen, von negativen Schwingungen und beklemmenden Gefühlen. Egal, ob fremde Planeten kreiert werden und die Schwerkraft aufgehoben wird, ob wilde Partys mit unzählbaren Gästen gefeiert werden, ob Cliquendruck gelöst wird oder ob Zukunftspläne auf morgen verschoben werden: Angst, Unzufriedenheit und vieles mehr wird verblassen. Nicht für immer, aber es wird besser werden.

Beim Schreiben setze ich mich mit meinen Gefühlen auseinander, bewusst und unbewusst. Meine Texte lassen mich vor Freude im Regen tanzen, auf der Straße Selbstgespräche führen und die Kraft finden, mich meinen Sorgen und Problemen zu stellen. So seltsam es klingen mag: Wenn ich um zwei Uhr morgens völlig übermüdet weinen muss, weil zwei Charaktere gerade auf dem Laptop und in meinem Kopf streiten – dann bin ich glücklich. Traurig, aber glücklich. Es ist ein bittersüßer Schmerz.

Manche Gedanken möchte ich nicht nur denken.
Sie gefallen mir zu gut, um im Meer von vergessenen Gedanken zu versinken. Also versuche ich sie festzuhalten und schreibe sie auf. In Notizbücher, ins Handy, auf Kassenzettel und Servietten. Unzusammenhängende Wortfetzen sind meist das Einzige, was ich zusammenbekomme. Aber genau das bedeutet mir einfach alles. Nichts kommt so sehr von mir wie diese Fetzen – wie könnten sie also wertlos sein? Ich bin grottig darin, Tagebuch zu schreiben. Ich denke mir immer, dass meine Tage nicht so interessant sein können. Aber ich habe trotzdem gerne etwas, wo ich nachforschen kann, wann ich mich wie gefühlt habe – und wieso. Und das sehe ich an meinen Texten, auch an den fiktiven. Ich lasse los, wenn ich schreibe, und alles von mir fließt in die Worte hinein.

Zurzeit verschwimmen die Tage vor meinen Augen, Wochen werden zu Monaten und Monate zu Bücherstapeln in meinem Bett. Ich treibe umher, nicht ruhelos und doch nicht aufgeregt. Es ist ein seltsamer Zustand, eine seltsame Zeit. Ein Ende ist nicht abzusehen, aber darüber bin ich schon lange hinweg. Meine Lebensgeister sind nicht zugrunde gerichtet, sie liegen nur in einem tiefen, tausendjährigen Schlaf. Ich fühle nicht mehr so viel wie davor – und das nimmt mich wirklich mit. In mir stauen sich halbe Emotionen an und über ihnen braut sich ein Gewitter aus Hoffnungssplittern zusammen. Beim Schreiben entlädt sich die Spannung auf eine produktive Art und Weise. Ohne nachzudenken lasse ich alles raus. Und merke oft erst im Nachhinein, was ich alles empfunden habe.

Manche Gedanken will ich denken.
Von Anfang bis zum – nein, nicht bis zum Schluss, das habe ich noch nie geschafft. Aber ich gebe mich ihnen gerne hin, wenn ich aufräume, koche, Musik höre, Fahrrad fahre – Achtung, Straßenverkehr –, im Grünen sitze oder einfach ins Nichts starre. Dann lebe ich oft ein anderes Leben und bringe es später in fiktiven Geschichten aufs Blatt. Oder ich schaffe es, meine abgebrochenen Gedankengänge aufzunehmen und zu ordnen, und produziere Texte voller Dinge, die ich schon lange einmal loswerden wollte. Ich zeige mich verletzlich, zornig, unsicher. Ich zeige meine Gedanken und Gefühle. Ich zeige, was es heißt, ich zu sein. Auch das liebe ich am Schreiben, besonders jetzt.

Manchmal fürchte ich momentan, mich aufzulösen. Als würde ich zerfallen, wenn ich zu viel Zeit alleine oder ohne Aktivität verbringe. Als würde nichts mehr von mir übrigbleiben. Ich habe Angst, die Fähigkeit zu verlieren, mit Menschen umzugehen, wenn ich weniger Emotionen zum Ausleben habe. Ich weiß nicht mehr, wie ich Menschen anschauen soll, wenn ich sie persönlich treffe. Wie oft sehe ich ihnen beim Reden direkt in die Augen? Wie ist das im echten Leben und nicht im virtuellen? Und wie fühlt sich noch mal eine Umarmung an?

Beim Schreiben erinnere ich mich daran. Ich erinnere mich an alles, auch an das, was ich noch nie getan habe. Es lässt mich tausend und ein Leben führen, während in der Realität auf Slow-Motion und Fast-Forward zugleich gedrückt wird.

Also … Schreiben befreit. Schreiben weckt auf. Schreiben lässt leben. Es gibt kein richtig oder falsch, kein wahr oder gelogen, kein verpflichtend oder unmöglich. Es gibt nur dich und soooooo viele Wörter.

Grenzenlos.

Atemraubend.

Unersetzbar.

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„Finn oder…“ Drei Kettengeschichten mit Silke Schlichtmann

Eine Autorin, der Anfang einer Geschichte, drei Gruppen von jeweils zehn bis vierzehn Kindern, die an zehn Tagen der Reihe nach an dieser Geschichte weitergeschrieben haben: das war unsere Anti-Corona-Collar-Kettengeschichten-Aktion mit Silke Schlichtmann. Jetzt sind die drei Kettengeschichten fertig! in folgenden Videos liest Silke Schlichtmann die drei Geschichten ein:

Hier findet ihr den Anfang der Geschichte:

Wie solls jetzt weitergehen?

In „Finn oder wie das 50 Jahre alte Feddersen-Geheimnis mein Leben letzten Montag komplett auf den Kopf gestellt hat“ muss Finn seine Familie aus den Klauen eines gnadenlosen Entführers befreien und erfährt nebenbei ein dunkles Familiengeheimnis.

In „Finn oder wie Klara und ich an einem einzigen Tag die Liebe kennenlernten und dabei die Welt retteten“ muss Finn, nicht nur seine Familie sondern die bunte Welt retten, die von ewiger Dunkelheit bedroht wird. Gottseidank kann er auf die Hilfe von Klara und einem Kola – einer Art außerirdischen Katze- und auf die Kraft der Liebe zählen…

in „Finn oder wie meine Familie, Klara und ich Potatonien retteten“ gelangen Finn und Klara durch einen seltsamen Spiegel in ein geheinmisvolles Land: Potatonien, das Land in dem halb-Mensch-halb-Kartoffel-Bewohner nur Kartoffel essen und Kartoffelsaft trinken. Doch Potatonien ist von einer Kartoffeldürre befallen, die das Leben aller Potatonier bedroht …. keine Frage, dass Finn, seine Familie und Klara alles tun werde um Potatonien zu retten!

Herzlichen Dank an die Autorin Silke Schlichtmann und an die jungen Autorinnen und Autoren, Nike, Amelie ,Zize, Sophia,Valeria, Kira, Olivia, Julia, Riccardo und Lucrezia, Ann-Sophie, Renana, Antonia, Rujul, Lars, Vinzent, Sonia und Lara, Paul und Lilly, Sophia S.,Carolin, Johannes, Sofia H., Isabella, Charlotte, Gwendolin und Melinda, Sophia-Christina, Charlize, Ela Nur, Helena, Gritt, Laura.

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Wie ist das, wenn ich schreibe?

Seit einer Weile trifft sich in der Ausleihbibliothek der Internationalen Jugendbibliothek wieder regelmäßig eine Runde junger Schreibender. Auch wenn wir unsere Treffen im Augenblick per Telefon oder Mail organisieren müssen, tauschen wir weiter Geschichten und Gedanken aus.

Schreiben bedeutet allen in der Runde viel und ist dabei für jeden und jede etwas anderes.

Vier Stimmen stellen wir heute vor in kurzen Textauszügen vor: Helena, Josephine, Fynn und Milena. Weitere werden folgen.

Helena

Schreibhand Helena

Wenn ich schreibe, sinke ich in den Text. Ich habe eine Geschichte vor Augen und ein noch leeres Blatt vor mir. Ich fange an zu schreiben. Es ist wie Fahrradfahren. Wenn ich es lange nicht mehr ge­macht habe, brauche ich einen Moment, um das Gleichgewicht zu halten. Aber dann fahre ich. Schneller und schneller. Es geht wie von selbst. Ich denke nur noch die Geschichte. Ich denke nicht mehr an den Stift, das Papier, den Tisch, die Umgebung. Ich schreibe nur noch auf, fahre nur noch den Weg entlang. Die Geschichte geht immer schneller. Ich fahre den Berg hinunter und trete weiter in die Pedale. Manchmal geht es zu schnell, ich kann nicht mehr mittreten. Am Ende vom Berg nehme ich den Schwung mit und lasse ein letztes Mal den Wind in mein Gesicht wehen.

Josephine

Wenn ich schreibe, bin ich am liebsten alleine und werde nicht gerne gestört. Da meine Ideen immer und überall auf mich einprasseln können, brauche ich in jeder Tasche ein Notizbuch. Beim Schreiben vergesse ich alles um mich herum. Es gibt nur noch mich und das Papier, über das mein Stift fegt. Beim Schreiben kann ich abschalten, kann Zweifel, Unsicherheiten und Ängste verarbeiten. Ich kann ich selbst sein.Schreibhand Fini

Fynn

Schreibhand Fynn

Egal, ob ich einen Satz schreibe oder zehn Seiten, egal ob das fünf Minuten oder einen ganzen Vor­mittag dauert – es ist jedes Mal wie ein Tauchgang, wenn ich schreibe. Manchmal lasse ich mich trei­ben und manchmal kämpfe ich gegen stürmische Wellen der Vorstellungs­kraft an, doch eines haben alle Tauchgänge miteinander gemeinsam: Schillernde Fische in allen Far­ben des Regenbogens, riesige Meeresbewohner, fast wie Krakenwesen, und dazu die vom nicht wirklich wehenden Wind verwehten Algen. Fasziniert tauche ich jedes Mal auf, oft befinde ich mich ganz allein auf tosender See. Letztendlich kentert mein Boot allerdings nie – dank Hin- und Herwiegen mit aller gedanklichen Muskel­kraft, die ich aufbringen kann. Und die Kreuzfahrt des Schreibens geht weiter und weiter.

Milena

Wenn ich schreibe, nehme ich nichts mehr von der Umgebung wahr. Was um mich herum vor sich geht, verblasst. Das passiert mir sonst nie, nicht einmal beim Lesen. Auch die Zeit scheint nicht mehr oder langsamer zu vergehen, wenn ich schreibe. Zugleich geht unendlich viel in mir vor. Manchmal bin ich immer noch ich selbst, aber oft werde ich auch jemand anderes. Jemand, der ich hätte sein können. Wenn ich schreibe, schlage ich Brücken zu anderen Welten. Ich will der Realität nicht entfliehen, ich will sie aber durch andere Möglichkeiten erweitern und wachsen lassen.dav

 

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Jugendjury der IJB bei Literaturfestival Premio Strega Ragazze e Ragazzi

Seit fast drei Jahren gibt es an der Internationalen Jugendbibliothek des Schloss Blutenburg eine Jury für den Premio Strega Ragazze e Ragazzi (folgend immer PSRR genannt). Dieser ist der in 2016 ins Leben gerufene Ableger des in 1947 gegründeten Italienischen Literaturpreis Premio Strega.

Der PSRR ist selbst in zwei weitere Kategorien aufgeteilt worden: der Preis für die Kinderbücher (+6) und der für die Jugendlichen (+11). Für die Auswahl der Jugendbücher der beiden Gruppen ist ein mehrstufiger Prozess definiert worden. Hierbei wählt eine Kritikerjury aus allen von den Verlagen zugesandten Büchern zwölf Titel aus. Diese werden einer weiteren Bewertung unterzogen. Dieser zweiten Auswahl entspringt eine Liste an fünf Büchern: die Finalisten, die von allen Jugendjurys gelesen und bewertet werden.

Die Jugendjurys waren anfangs nur in Italien ansässige Schulklassen. Frau Gabriele Poeschke und Frau Valeria Giaquinto setzten sich 2016 mit der Fondazione Bellonci und dem Cepell, den Organisatoren des Premio Strega Ragazze e Ragazzi, in Verbindung und ermöglichten die Aufnahme einer Jugendjury der Internationalen Jugendbibliothek als erste Jury einer Bibliothek und eine von nur zwei Jurys im Ausland. Weiterlesen

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Erlebnisse der Jury IJB Premio Strega Ragazze e Ragazzi 2018/19

Gemeinsam mit gleichaltrigen Italienisch und Deutsch sprechenden Mädchen und Jungen und unter der Leitung von Valeria Giaquinto haben wir uns im letzten Jahr mit insgesamt fünf italienischen Büchern von verschieden Autoren befasst. Im Ergebnis haben wir uns auf ein Buch geeinigt und haben ihm den „Premio Strega“ verliehen.

Zwischen Dezember und Mai mussten wir fünf Bücher von verschiedenen Autoren lesen. Zu jedem Buch haben wir uns immer alle gemeinsam in der Internationalen Jugendbibliothek Blutenburg getroffen und Spiele zum Buch gespielt. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt, damit wir es besser verstehen. Negatives und Positives haben wir auch verglichen. Die Gruppe, die die meisten Spiele gewonnen hatte, durfte einen Film im Kino aussuchen und kostenlos ansehen. Meine Gruppe hat gewonnen und wir haben uns „Captain Marvel“ angesehen.
Da jeder von uns ein Instrument spielt, haben wir auch eine Band gegründet. Das Lied „Peter Pan“ von der Sänger Ultimo haben wir mit Hilfe von Jessika Lombardi, einer Mutter der teilnehmenden Kinder, gelernt und gespielt. Weiterlesen

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ABC-Battles auf der Blutenburg

Das Gymnasium Penzberg in der Schreibwerkstatt der IJB

Voller Erwartung macht sich das W-Seminar „Kreativ Schreiben“ an einem Märzmorgen auf den Weg nach München zum Schloss Blutenburg, dem Sitz der Internationalen Jugendbibliothek. Hier befindet sich mit 600 000 Exemplaren die weltweit größte Bibliothek für Kinder- und Jugendliteratur.P1030451
Nach einer kurzen Begrüßungsrunde und einer Einführung durch Frau Beate Schäfer, die den Workshop leitet, geht es dann auch schon mit Aufgaben los, die die eigene Kreativität anregen sollen. So sollen wir beispielsweise, fast ohne den Stift abzusetzen, drauflosschreiben. Diese Übung dient dazu, dass man nicht immer nur nach dem perfekten Thema sucht, worüber man schreiben könnte, sondern auch die banalen Dinge, also was man sieht oder worüber man in diesem Moment nachdenkt, formuliert. Die nächste Aktion, die allen Spaß macht, besteht im Niederschreiben von drei Geschichten, von denen zwei wahr sind und eine lediglich ausgedacht ist. Am Ende müssen wir raten,welche der Geschichten wohl falsch ist – was man da nicht alles über seine Mitschüler lernt! Weiterlesen

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Wort vor Ort

10c des Sophie-Scholl-Gymnasiums bei der Lesung von Aya Cissoko am 17.07.2018 auf Schloss Blutenburg

Die Klasse 10c hat am Dienstag, dem 17. Juli 2018, am „White Ravens Festival“ der IJB teilgenommen. Alle zwei Jahre findet das Festival internationaler Jugendliteratur auf Schloss Blutenburg statt. Die ehemalige Profiboxerin und Schriftstellerin Aya Cissoko ist als Vertreterin für französischsprachige Literatur gekommen. Sie hat im kleinen Kreis ihren neuen Roman „N’Ba“, der den deutschen Titel „Ma“ trägt, vorgestellt. Im Mittelpunkt des Romans steht die Mutter Aya Cissokos, die in den 70’er Jahren ihrem Ehemann folgt, der aus Mali nach Frankreich eingewandert ist. Aya Cissoko setzt mit diesem Roman nicht nur ihrer Mutter, sondern allen Frauen ein Denkmal, die in der Öffentlichkeit wenig Beachtung erhalten und doch mit ihrem Mut und ihrer Würde die wahren Heldinnen des Alltags sind.

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© Birgit  Bresoli

Die Schülerinnen werden die Lesung der temperamentvollen und warmherzigen Autorin noch lange im Gedächtnis behalten, nicht zuletzt durch das gemeinsame Vorlesen von Textstellen (siehe Foto: Aya Cissoko und Cera aus der 10c) und den intensiven Gedankenaustausch in französischer Sprache.

Birgit Bresoli

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Von Lesungen und Bergebasteln: Ein Rückblick auf’s White Ravens Festival 2018

Vom 14. bis zum 19.Juli 2018 fand auf dem Gelände Schloss Blutenburg  das White Ravens Festival statt. Der weiße Rabe steht für etwas Seltenes, etwas Besonderes, für Unabhängigkeit. Genau wie dieses Literaturfestival, da es nur alle zwei Jahre stattfindet. Die Internationale Jugendbibliothek begrüßte dieses  Jahr 13 Autoren aus elf verschiedenen Ländern, die Lesungen für Klein und Groß hielten. Weiterlesen

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Wie Wünsche wahr werden

Die Kritiker Society des Kurt-Huber-Gymnasiums ließ sich von Sally Nicholls Roman „Wie man unsterblich wird“ zu einem Film inspirieren. 

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Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten

Persönliche Eindrücke vom White Ravens Festival 2018

Zusammen mit zwei Realschulklassen nahm ich Montagmittag an der Lesung der gerade mal 20-Jährigen Studentin teil, die aus ihrem ersten Buch und Jugendroman „Was wir dachten, was wir taten“ vorlas. Das Buch handelt von einem Amoklauf an einer Schule und wie die Extremsituation sowohl Lehrer als auch Schüler an ihre Grenzen bringt.

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© Stiftung Internationale Jugendbibliothek

Beim Vorlesen schlüpfte sie sehr authentisch in jede der drei Erzählerrollen, hatte für jeden der Charaktere eine eigene Stimme und ein eigenes Auftreten. Sie beendete die Lesung mit einem Cliffhanger, was für alle Anwesenden, die das Buch noch nicht gelesen haben, sehr zum Weiterlesen animierte. Besonders beeindruckt war ich auch von Lea-Linas Auftreten auf der Bühne, auf der sie neben dem Vorlesen auch sehr souverän von der Enstehungsgeschichte des Buches erzählte und Publikumsfragen beantwortete.

In den 1 1/2 Stunden führte sie außerdem zusammen mit dem Publikum ein kleines, aber sehr spannendes Experiment durch: Alle im Raum mussten ihre Augen schließen und nur diejenigen, die gerne Geschichten schrieben, durften die Augen wieder öffnen. Besonders für die zwei Klassen war es  interessant, sich – vielleicht zum ersten Mal – als „Gleichgesinnte“ zu erkennen.

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 © Stiftung Internationale Jugendbibliothek

Die Realschule aus Vaterstetten hat außerdem den im Rahmen ihres Praxisseminares entstandenen Filmtrailer zum als Schullektüre gelesenen Buch von Lea-Lina gezeigt. Die Autorin war davon so begeistert, dass sie ihn gleich zugeschickt bekommen wollte – „als Inspiration für die Verfilmung ihres Buches“, die zwar noch nicht geplant ist, für die sie jedoch bereits die Filmrechte verkauft hat.

Zusammenfassend war die Lesung von „Was wir dachten, was wir taten“ spannend und fesselnd, Lea-Lina Oppermann ist eine sehr vielversprechende junge Autorin, die durch ihr angenehmes Auftreten die Lesung zu einem besonderen Erlebnis machte.

Von Magdalena Bayer

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 © Stiftung Internationale Jugendbibliothek

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