„Bruder Wolf“ von Carla Maia de Almeida

Lektüreeindrücke von Mitgliedern des Leseclubs des Clavius-Gymnasiums in Bamberg

Während ihrer bayernweiten Lesereise im Rahmen des White Ravens Festivals 2016 hat die portugiesische Autorin Carla Maia de Almeida ihren Roman Bruder Wolf am Clavius-Gymnasium in Bamberg vorgestellt. Julia und Jennifer, zwei Mitglieder des Leseclubs des Gymnasiums, haben folgende Meinungen zum Roman:

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Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es mal etwas anderes war, wie ich finde. Zugegebenermaßen enthält es kaum Handlung und Spannung, weil es oft bruchstückhafte ‚Berichte‘ über die Familie oder Erfahrungen der Protagonistin sind. Allerdings passt es sehr gut zu der innerlichen Zerrissenheit das Mädchens, was durch diesen Aufbau treffend vermittelt wird. Denn durch die verschiedenen Zeitsprünge verwirrt das Buch den Leser an einigen Stellen, aber je weiter man liest, desto besser versteht man dann auch ihr bisheriges Leben. Dennoch bleiben manche Unklarheiten bis zum Schluss, da viele Möglichkeiten zur Interpretation gelassen werden und man sich auch einiges selbst erschließen darf.
Das Besondere und an was man sich am meisten gewöhnen muss, sind die Spitznamen, die sie ihrer Familie gegeben hat. Diese werden zwar erklärt, aber nicht von Anfang an und selbst nach der Erklärung ist es nicht immer einfach sich diese zu merken, welches Familienmitglied jeweils gemeint ist. Dafür ist die Sprache, in der das Buch verfasst worden ist, umso schöner, da vieles sehr detailliert sowie blumig beschrieben wird und man es sich äußerst genau vorstellen kann. Außerdem werden die Ausdrücke so gewählt, dass man sich gut in die Protagonistin einfühlen kann.
Dadurch kann man diese leichte Lektüre auch sehr schnell mal an einem freien Nachmittag lesen und trotzdem bleibt sie sehr lesenswert, wie ich finde. Aber obwohl es schnell zu lesen ist, regt es auch stark zum Nachdenken an und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
– Julia (17)

Das Buch „Bruder Wolf“ hat mich von Anfang an aufgrund der ungewöhnlichen Illustrationen sehr angesprochen, da der Text dadurch immer eindrucksvoll begleitet wurde. Allerdings hat für mich die Spannung gefehlt, da keine wichtigen Handlungsschritte aufgetreten sind und das erwartete erst sehr spät eingetreten ist. Dennoch hat mich das Buch vor allem wegen dem philosophischen und nachdenklichen Elementen stark in seinen Bann gezogen.
– Jennifer (17)

 

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